Telekommunikation, Medien und Technologie (CMT): State of the Industry 2010
Die Branchen Telekommunikation, Medien und Technologie (CMT) konnten 2009 fast die Hälfte des Marktwerts zurückgewinnen, den sie 2008 verloren hatten, doch der Aufschwung war nicht einheitlich. Während der Technologiesektor und der Mediensektor sich rasch erholten, konnten im Telekommunikationssektor klassische Wertsteigerungstreiber ihre Wirkung nicht mehr so stark entfalten wie zuvor. Und in manchen Bereichen von CMT läuft die Marktentwicklung immer mehr auf ein Nullsummenspiel hinaus, bei dem es zu einer starken Umverteilung von Marktanteilen bei vernachlässigbarer Wertsteigerung insgesamt kommt. Die schwierige Suche nach neuen Hebeln der Wertsteigerung ist das Schlüsselthema der diesjährigen Studie.
Die im dritten Jahr erschienene Oliver Wyman-Studie "CMT – State of the Industry" untersucht die Wertentwicklung börsennotierter CMT-Unternehmen nach Regionen und Branchensegmenten und beleuchtet die wichtigsten Entwicklungen und Strategien der erfolgreichsten Unternehmen. Damit gibt die Studie Führungskräften Erkenntnisse und Informationen an die Hand, die ihnen helfen, ihr Unternehmen sicher und erfolgreich durch ein extrem wettbewerbsintensives und von starken Unsicherheiten gekennzeichnetes Marktumfeld zu steuern.
Die Studie kommt zu folgenden wesentlichen Ergebnissen:
- Technologieunternehmen hatten 2009 ein großes Comeback und gingen in der CMT-Branche als klare Gewinner hervor. Der Technologiesektor machte im vergangenen Jahr mehr als 70 Prozent des Wertverlusts von 2008 wett. Unter den 20 besten Unternehmen im Shareholder Performance IndexSM (SPI) dominieren die Technologieunternehmen mit insgesamt 13 Vertretern.
- Der Telekommunikationssektor erholte sich indessen nur langsam und konnte lediglich knapp 15 Prozent des Wertverlusts von 2008 zurückgewinnen. Viele klassische Treiber des Unternehmenswerts – wie Kundenwachstum und neue Dienste – sind immer schwieriger zu mobilisieren. Für viele Unternehmen wird es 2010 und in den folgenden Jahren vorrangig darum gehen, ihr Kerngeschäft profitabler zu gestalten.
- Der Mediensektor erholte sich insgesamt gut. Allerdings zeigte die Wertmigration in Richtung Online massive Auswirkungen. Die Verlagerung hin zum Onlinekonsum von TV-Shows und Filmen beschleunigte sich 2009. Die Studie beinhaltet Ergebnisse primärer Marktforschung, die helfen potenziell erfolgreiche Geschäftsmodelle in diesem aufkommenden Teilsektor zu identifizieren.
Um die Top-Performer zu ermitteln und herauszufinden, in welchen Regionen und Branchensegmenten sie sich hauptsächlich befinden und was sie von weniger gut abschneidenden Unternehmen unterscheidet, hat Oliver Wyman die 450 weltweit größten CMT-Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 750 Millionen US-Dollar mit Hilfe seines Shareholder Performance IndexSM (SPI) analysiert. Als ein um die Volatilität der Renditen, Währungsrisiken und M&A-Aktivitäten bereinigter Index ermöglicht der SPI einen aussagekräftigen Vergleich zwischen Unternehmen aus den unterschiedlichsten Regionen und Branchensegmenten.
Einige CMT-Unternehmen konnten 2009 eine außerordentlich positive Wertentwicklung auf Basis des Shareholder Performance IndexSM (SPI) aufweisen. Für andere war die Suche nach neuen Hebeln der Wertsteigerung schwieriger denn je. 2010 verspricht ein weiteres ereignisreiches Jahr für die Branche zu werden.

