Aktionsbasiertes Lernen
Die Philosophie des aktionsbasierten Lernens fordert, dass die Unternehmens- und persönliche Leistung durch praxisbezogene Projekte verbessert wird. Aktionsbasiertes Lernen kann eingesetzt werden, um bestimmte Unternehmensziele zu erreichen. Es ermächtigt das Unternehmen, sich selber neu zu erfinden, indem es zuerst seine Führungskräfte neu erfindet.
Bei der Entwicklung eines erfolgreichen aktionsbasierten Lernprogramms kommt es vor allem auf die folgenden Faktoren an:
- Teilnehmer: Zu ihnen gehören nicht nur neue Führungskräfte, sondern auch erfahrene Top-Manager, die aufgrund ihres gegenwärtig oder potenziell hohen Wertes für das Unternehmen ausgewählt wurden. Aktionsbasiertes Lernen wird häufig genutzt, um die zukünftigen Führungskräfte und viel versprechende Nachwuchskräfte zu entwickeln.
- Lerninhalte: In der Regel kombiniert ein Programm neue Ideen und Informationen, die für die Strategie oder die Zukunft des Unternehmens bedeutsam sind, mit wichtigen Teamprojekten, die langfristige Probleme oder Möglichkeiten zum Gegenstand haben und bei denen das Ergebnis bzw. die vorzunehmende Handlung nicht bekannt ist. Die Teilnehmer arbeiten häufig in einem Bereich oder auf einer Ebene ihres Unternehmens, den bzw. die sie noch nicht kennen. Es besteht ein Gleichgewicht zwischen Handeln und Lernen, wozu auch reflektierendes Nachdenken gehört. Die Teilnehmer gehören nicht zu einer Projektgruppe, die lediglich Empfehlungen abgibt, sie sind vielmehr Teil eines kleinen Teams, bei dem jedes Teammitglied einem Projekt zugeordnet ist, das die Top-Führungskräfte des Unternehmens als wichtig erachten.
- Projekte: Die Projekte sollen tatsächliche Probleme eines Unternehmens lösen, unmittelbare Chancen nutzen und Ideen zur Weiterentwicklung des Unternehmens liefern. Die Ergebnisse beinhalten eher Handlungen als Empfehlungen. Projekte können sich auf "harte" Themen, wie die Eröffnung neuer Märkte, die Erweiterung des Produkt- und Dienstleistungsangebots und Technologie- oder Systemstrategien konzentrieren. Sie können aber auch "weiche" Belange wie die Marke, die Menschen oder die Werte zum Gegenstand haben.
- Methode: Normalerweise richten es die Unternehmen unserer Kunden ein, dass die Teilnehmer zusätzlich zu ihren beruflichen Aufgaben auch Zeit mit einem Projekt verbringen - häufig mehrere Tage im Monat. Dies erfordert eine Umschichtung der Prioritäten, ein wichtiges Thema für zukünftige Führungskräfte. In manchen Fällen werden die Teilnehmer für zwei oder drei Wochen von ihrem Job befreit, damit sie sich intensiv einer aktionsbasierten Lernaufgabe widmen können. Die Teammitglieder werden darauf vorbereitet und trainiert, sich gegenseitig zu unterstützen, zu kritisieren und einander als Hilfsquelle zu dienen. Es können gleichzeitig mehrere Teams tätig sein.
- Rollen: Eine Gruppe leitender Führungskräfte formuliert die Kriterien für die Auswahl der Projekte und der Teilnehmer. Normalerweise benennt und wählt diese Gruppe diese dann auch aus. Indem es als "Lenkungsgruppe" fungiert, profitiert dieses Team auch von dem Feedback und dem Input der Teilnehmer. Hinzu kommt auch, dass es häufig offenere Beziehungen zu den teilnehmenden Führungskräften aufbaut. Ein Projektsponsor, meistens eine Führungskraft, steht zur Verfügung, um sich im Bedarfsfall mit dem Team zu treffen. Meistens geht es dann darum, den Prozess zu unterstützen, den Kontakt zum Lenkungsausschuss herzustellen, oder firmeninterne Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Es kann mehrere Sponsoren geben, die mit verschiedenen Teams arbeiten. Die Sponsoren gehören oft zu der Gruppe der leitenden Führungskräfte. Unsere Coaches / Lehrkräfte unterrichten die Programminhalte, organisieren alle Veranstaltungen, und arbeiten mit dem Lenkungsausschuss und dem Sponsor / den Sponsoren zusammen, um die vom Team benötigten Ressourcen zur Verfügung zu stellen (Schulung bestimmter Fähigkeiten oder Beratung).
- Ergebnisse: Hierbei handelt es sich um konkrete Handlungsansätze zur Lösung von Problemen oder zur Nutzung von Geschäftsmöglichkeiten und um Empfehlungen, die mit anderen zusammen (mit leitenden Führungskräften bzw. Übergabe an ein anderes Team) umgesetzt werden. Ferner bedeuten die Projekte, die eine für jeden Teilnehmer angemessene Herausforderung darstellen, sowohl persönliche als auch berufliche Lernerfahrung und Weiterentwicklung.
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